Was ist ein Muttermal (umgangssprachlich: Leberfleck)?

Ein Muttermal, auch als Leberfleck bekannt, ist eine häufige Hautveränderung, die durch eine Ansammlung von pigmentproduzierenden Zellen, Melanozyten genannt, entsteht. Diese Zellen verleihen dem Leberfleck seine charakteristische bräunliche Farbe. Leberflecken können in verschiedenen FormenGrößen und Farbtönen auftreten und variieren von flach bis leicht erhaben.

Die meisten Leberflecken sind harmlos, aber es ist wichtig, sie regelmäßig zu kontrollieren, um Veränderungen im Aussehen oder ungewöhnliche Symptome frühzeitig zu erkennen.

Risiko Hautkrebs

Der Hautkrebs hat stark zugenommen und zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen überhaupt. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter an, allerdings können auch junge Menschen betroffen sein.

Besonders gefährdet sind Menschen mit heller Hautroten oder blonden Haaren und grünen oder blauen Augen. Diese Menschen werden dem Hauttyp I (extrem sonnenempfindlich) und Hauttyp II (sehr sonnenempfindlich) zugeordnet.

Die Hautschädigung durch Sonneneinwirkung stellt das größte Risiko dar. Sonnenbrände, insbesondere im Kindesalter, erhöhen das Hautkrebsrisiko erheblich.

In allen Fällen geht dem besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs (Melanom), aber auch dem  hellen Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom, Spinaliom, Basaliom) eine Frühform voraus.

Die gute Nachricht ist, dass Hautkrebs schon in frühen Phasen erkennbar und meist heilbar ist. Das Ziel jeder Muttermalkontrolle ist es, diese Vorstufen oder sehr frühen Formen rechtzeitig zu erkennen und damit eine gute Chance auf vollständige Heilung sicherzustellen.

Hautkrebs Früherkennung

Eine feste Regel gibt es nicht. Nach einer Erstuntersuchung lege ich das persönliche Risikoprofil  jedes Patienten fest.  Grundsätzlich ist eine Untersuchung pro Jahr sinnvoll. Menschen, die viele Sonnenbrände hatten, helle Hauttypen, mit sehr vielen Leberflecken und/oder mit diagnostizierten Melanomen, sollten sich unter Umständen häufiger untersuchen lassen.

Am Beginn jeder Untersuchung findet ein Gespräch über Ihren Gesundheitszustand und Risikofaktoren (Sonnenbrände, viele Muttermale, sehr helle Haut) statt.

Eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung dauert circa 20 Minuten. Ich untersuche die gesamte Haut auf verdächtige Veränderungen.

Nicht immer reicht das menschliche Auge aus, um kleinste Veränderungen der Haut bemerken zu können. In meiner Ordination in Melk in Niederösterreich arbeite ich daher mit modernster Technologie zur Früherkennung von bösartigen Hauttumoren. Mit einem computergestützten Diagnoseverfahren lassen sich Hautveränderungen zuverlässig erfassen, speichern und dokumentieren. Dieses Verfahren ist für den Patienten vollkommen schmerzfrei.

Bei der computerunterstützten Hautkrebsvorsorge werden alle auffälligen Muttermale eingescannt. Die datensicher gespeicherten Bilder dienen bei Nachfolgeterminen zum Vergleich. Somit können Größenunterschiede und Farbveränderungen sofort erkannt werden. Je nach Diagnose kann unmittelbar danach mit der Behandlung begonnen werden.

Die Entfernung eines Leberflecks kann aus ästhetischen oder medizinischen Gründen in Betracht gezogen werden. Ästhetisch störende Leberflecken oder solche, die sich an ständig gereizten Stellen befinden, können entfernt werden, um das Erscheinungsbild der Haut zu verbessern. Medizinische Gründe für die Entfernung können sein, dass der Leberfleck als präkanzerös eingestuft wurde oder er aufgrund seiner Größe und Lage Unannehmlichkeiten verursacht.

In meiner Ordination in Melk in Niederösterreich bespreche ich Ihre individuellen Anliegen mit Ihnen um die beste Lösung für Ihre Hautgesundheit zu finden. Kontaktieren Sie uns für eine professionelle Beratung und sichere Entfernungsverfahren.

Haben Sie Fragen?

Häufige Fragen zur Hautkrebsvorsorge

Wie oft eine Hautkrebsvorsorge sinnvoll ist, hängt vom persönlichen Risiko ab. Menschen ohne besondere Risikofaktoren lassen ihre Haut häufig alle ein bis zwei Jahre kontrollieren. Wer sehr helle Haut, viele Muttermale, eine familiäre Vorbelastung oder bereits Hautkrebs hatte, sollte sich häufiger untersuchen lassen. Im persönlichen Gespräch kann ein passendes Kontrollintervall festgelegt werden.

Bei der digitalen Hautkrebsvorsorge werden auffällige Muttermale und Hautveränderungen mit einer hochauflösenden digitalen Auflichtmikroskopie dokumentiert und über längere Zeit vergleichbar erfasst. Eine computerunterstützte Analyse kann dabei helfen, Veränderungen und auffällige Merkmale frühzeitig zu erkennen. Die digitale Dokumentation ermöglicht zudem einen präzisen Vergleich bei späteren Kontrollen. Die ärztliche Beurteilung bleibt dabei entscheidend: Die digitale Technologie unterstützt die Dermatologin bei der Untersuchung und Verlaufskontrolle, ersetzt aber nicht die persönliche fachärztliche Diagnose.

Eine Hautkrebsvorsorge kann grundsätzlich in jedem Alter sinnvoll sein, wenn auffällige Muttermale oder ein erhöhtes Risiko bestehen. Viele Menschen beginnen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab etwa 35 Jahren. Wer häufig Sonnenbrände hatte, viele Muttermale hat oder Hautkrebs in der Familie vorkommt, sollte schon früher an eine Kontrolle denken.

Nicht jedes Muttermal ist gefährlich. Auffällig sind Veränderungen in Form, Farbe oder Größe sowie Muttermale, die jucken, bluten oder sich im Laufe der Zeit verändern. Zur ersten Orientierung dient die ABCDE-Regel:

  • A – Asymmetrie: Das Muttermal ist nicht gleichmäßig geformt.
  • B – Begrenzung: Die Ränder sind unregelmäßig oder unscharf.
  • C – Colour (Farbe): Das Muttermal weist unterschiedliche Farbtöne auf.
  • D – Durchmesser: Es ist größer als etwa 5–6 mm oder wächst deutlich.
  • E – Entwicklung: Das Muttermal verändert sich in Größe, Form, Farbe oder verursacht Beschwerden wie Juckreiz oder Blutungen.

Treffen einer oder mehrere dieser Punkte zu, sollte die Hautveränderung zeitnah dermatologisch untersucht werden. Die ABCDE-Regel ersetzt jedoch keine fachärztliche Untersuchung, auch unauffällige Hautveränderungen können in seltenen Fällen behandlungsbedürftig sein.

Ja. Hautkrebs verursacht insbesondere in den frühen Stadien häufig keine Schmerzen oder andere Beschwerden. Viele Hautveränderungen fallen zunächst nur durch eine Veränderung von Muttermalen oder neu entstandene Hautstellen auf. Gerade deshalb ist eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge so wichtig: Sie ermöglicht es, auffällige Veränderungen frühzeitig zu erkennen, oft noch bevor sie Beschwerden verursachen. Je früher Hautkrebs diagnostiziert wird, desto schonender und erfolgreicher kann er in der Regel behandelt werden.

Bei der Hautkrebsvorsorge wird die gesamte Haut – von der Kopfhaut bis zu den Fußsohlen – sorgfältig untersucht. Auch Hautbereiche, die Sie selbst nur schwer einsehen können, werden kontrolliert. Auffällige Muttermale oder Hautveränderungen werden mit einem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) genauer beurteilt. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert in der Regel nur wenige Minuten und bietet eine wichtige Möglichkeit, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen.

Nein. Die Hautkrebsvorsorge ist eine schmerzfreie Untersuchung. Es werden lediglich Ihre Haut und vorhandene Muttermale sorgfältig begutachtet. Nur wenn eine Hautveränderung auffällig erscheint, kann im Anschluss eine kleine Gewebeprobe entnommen werden, um den Befund sicher abzuklären.

Eine Hautkrebsvorsorge kann Hautkrebs nicht verhindern, sie trägt jedoch entscheidend dazu bei, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen. Früh diagnostizierte Hauttumoren lassen sich meist einfacher behandeln und haben häufig sehr gute Heilungschancen. Den besten Schutz bieten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Kombination mit einem konsequenten UV-Schutz. Dazu gehören Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, schützende Kleidung und das Vermeiden intensiver Sonneneinstrahlung, insbesondere zur Mittagszeit.